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Was bedeutet die Auferstehung?

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Wenn wir tatsächlich den Berichten von Begegnungen mit dem Auferstandenen vertrauen können und es keine naturalistischen Theorien gibt, die alle historischen Daten erklären, ist es vernünftig und begründet, an eine historische Auferstehung von Jesus zu glauben. Und dann?

Was bedeutet die Auferstehung?

Zu aller erst wird die Auferstehung von den frühesten Christen im Zusammenhang der Geschichte Gottes mit den Menschen gesehen. Tod und Auferstehung standen für sie im Einklang mit den heiligen Schriften. Der Messias, so glaubten sie, starb für „unsere Sünden“, das heißt, er trug die Konsequenzen für die Rebellion und die Zielverfehlung der Menschen: Rebellion gegen Gott, Zielverfehlung eines Lebens in Harmonie.

Friede und Versöhnung

Durch die Auferstehung wurde der Messias bestätigt: Seine Mission ist geglückt und durch ihn werden Frieden mit Gott und Versöhnung unter den Menschen möglich. Paulus zitiert diese ursprüngliche Interpretation des Todes und der Auferstehung: "Christus ist für unsere Sünden gestorben nach den Schriften und er wurde begraben und ist am dritten Tag auferweckt nach den Schriften." (1. Korintherbrief 15,3-4)

Ein sinnvolles Leben

Paulus führt zwei weitere Auswirkungen an, die sich aus der Auferstehung ergeben. Erstens sieht er darin eine Motivation, unerschütterlich das Leben zu bestehen, das nicht mehr sinnlos ist durch einen endlichen Zeithorizont. Da Christus auf ewig lebt, ist nichts, was mit ihm und für ihn getan ist, sinnlos: „Seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn." (1. Korintherbrief 15,58)

Diese Überzeugung führt ihn übrigens nicht zu einer weltfremden Jenseitsvertröstung. Er fordert den Einsatz für das Gute im Hier und Jetzt, gleich im nächsten Satz ruft er dazu auf, Geld zu spenden, um die Not der Armen zu lindern.

Keine Angst vor dem Tod

Der Tod hat seinen letzten Stachel verloren – denn es ist erwiesen, dass der Tod nicht das Ende ist. Bei aller Trauer und allem Leid ist klar, dass der Tod ausgespielt hat.

Paulus hat dem Tod mehrmals im Laufe seines Lebens ins Auge geblickt. Er wurde gesteinigt, geschlagen, gefangengenommen und trieb als Schiffbrüchiger über das Meer. Dennoch verhöhnt er den Tod:

Tod, wo ist jetzt dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korintherbrief 15,55)

 

[Wir] fordern, dass ihr nach Massgabe strenger und genau prüfendender Vernunft einen Spruch (über uns) fället, unbeirrt durch vorgefasste Meinung oder durch die Rücksicht auf abergläubische Menschen und ohne in unvernünftiger Leidenschaft und einem alt eingewurzelten Vorurteil zu Liebe euch selbst ein Urteil zu sprechen. Justin, Apologie I.2.3