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Plinius über Jesus

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Plinius der Jüngere (61/62-113/115 n.Chr.) schrieb im Jahr 112 n.Chr. in seiner Eigenschaft als Statthalter an den Kaiser Trajan, wie er mit den Christen umgehen solle, die dem Kaiser nicht opfer wollten und deren "ansteckender Aberglaube" bereits Städte und Dörfer erreicht. Plinius freut sich, dass seine Verfolgung dazu führt, dass die Tempel wieder öfter besucht werden, nachdem sie vorher bereits fast völlig verlassen waren.

Bei seinen Verhören konnte er von solchen, die dem Christentum abschwörten, Folgendes über den Glauben der Christen in Erfahrung bringen:

Dabei versicherten sie jedoch, ihre Hauptschuld oder vielmehr ihr Hauptfehltritt habe darin bestanden, dass sie immer an einem bestimmten Tage vor Sonnenaufgang zusammengekommen seien, auf Christus wie auf einen Gott (Christo quasi deo) abwechselnd ein Lied gesungen und sich durch einen feierlichen Eid  nicht etwa zu einem Verbrechen verpflichtet hätten, sondern dazu, dass sie keinen Diebstahl, keinen Raub, keinen Ehebruch begehen, kein Wort brechen und kein anvertrautes Gut unterschlagen wollten.“ (Plinius, Brief an Kaiser Trajan 10.96-97)

Plinius berichtet uns also davon, dass Christus wie ein Gott verehrt wurde und dass das Christentum schnell so viele Anhänger gewonnen hat, dass die Tempel immer leerer wurden.

 

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Jeder Mensch geht übrigens in seiner Alltagssprache davon aus, dass es Wahrheit gibt. Wenn Sie jemanden fragen: »Wie spät ist es?«, dann setzen Sie voraus, dass es eine feststellbare Uhrzeit gibt. In unserm alltäglichen Umgang miteinander gehen wir davon aus: Es gibt Wahrheit. Fragen wie: »Schneit es draußen?«, »Wann hast du Geburtstag?«, hätten sonst gar keinen Sinn. Es gibt zwar Irrtum, Lüge und Täuschung. Aber jeder Mensch geht in der Alltagserfahrung davon aus, dass es Wahrheit gibt. Jürgen Spieß, Aus gutem Grund, 21