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Start Ist Jesus gut für uns? Jesus und der Weg der Revolution
Der Weg der Revolution

Veränderte Frauen und Männer

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Was Jesus wollte, führt zu einer Gesellschaft, die gut mit der Welt und mit den Schwachen umgeht. Es führt zu Freiheit und Menschenrechten. Aber wie funktioniert das?

Die christliche Revolution kann nicht von oben verordnet werden. Ihre guten Auswirkungen entstehen, wenn einzelne Männer und Frauen verändert werden. Wenn sie Jesus begegnen, macht er sie frei von falscher Religiosität, von der Angst und dem Druck, von Schuld, von Weltflucht, von Hoffnungslosigkeit, von Verachtung für andere.

Sie werden frei zu echter Liebe.

 

 

Veränderte Frauen und Männer von Anfang an

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Schon von Anfang an hat Jesus Menschen verändert.

Denken wir z.B. an Thomas, der durch handfeste Beweise seine Skepsis fallen ließ.

Denken wir an Jakobus, den Halbbruder von Jesus, der so wie der Rest der Familie zuerst dachte, dass Jesus verrückt geworden war. Später war er überzeugt, dass dieser Jesus der auferstandene Messias war.

Denken wir an Paulus, der die neue Bewegung mit Gewalt verfolgt hat – aber nach einer Begegnung mit dem auferstandenen Jesus zu einem ihrer größten Fürsprecher wurde.

Denken wir an Johannes, den „Sohn des Donners“, der gerne Feuer auf ein samaritanisches Dorf regnen lassen wollte. Später wurde er der „Apostel der Liebe“ und seine Botschaft war: „Kinder, liebt einander!“

 

Jesus verändert: Kim Phuc

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Kim Phuc ist das weinende Mädchen aus dem bekanntesten und schrecklichsten Foto des Vietnamkrieges.

Sie wurde nach ihrer Bombardierung mit Napalm ins Krankenhaus eingeliefert, ohne Hoffnung auf Überleben. Sie wurde in 14 Monaten 17x operiert. 1982 begann sie im Alter von 19 Jahren Jesus nachzufolgen.

Über ihren langen Weg zur Vergebung sagt sie:

„Gott half mir, vergeben zu lernen – die schwierigste Lektion von allen. Es geschah nicht in einem Tag und es war nicht leicht. Aber ich habe es schließlich verstanden. Vergebung machte mich frei von Hass. Ich habe immer noch viele Narben an meinem Körper und an den meisten Tagen schwere Schmerzen, aber mein Herz ist gereinigt. Napalm ist sehr gewalttätig, aber Glaube, Vergebung und Liebe sind viel stärker. Wir hätten keinen Krieg, wenn jeder lernen könnte mit wahrer Liebe, Hoffnung und Vergebung zu leben.“

Jesus verändert Menschen, die eine Revolution des Guten in Gang setzen können.

 

Jesus verändert: Montagsdemos

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Die Montagsdemos in Leipzig haben nicht zur Katastrophe geführt, weil sie aus Gebeten für den Frieden entstanden sind. Diese Gebetsversammlungen sind immer weiter gewachsen. Der Pfarrer Christian Führer sagt, dass er am Morgen des 9. Oktobers 1989 „furchtbare Angst“ gehabt habe. Die DDR hat gerade erst zwei Tage vorher ihren 40. Geburtstag gefeiert, jeder hatte das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in Peking im Gedächtnis. Die Kirche ist übervoll. Pfarrer Führer zitiert Jesus: „Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 5,5)

Nach dem Gebet setzt sich ein Demonstrationszug von 70.000 Menschen in Bewegung. Die Sicherheitskräfte haben Befehl gehabt, rigoros gegen gewaltsame Demonstranten vorzugehen. Aber gegen eine friedliche Menge haben sie kein Rezept gehabt. Die Spirale der Gewalt ist durch den Verzicht außer Kraft gesetzt. 4 Wochen später fiel die Mauer. (Quelle: DER STANDARD, Printausgabe, 26.9.2009)

Jesus verändert Menschen, die eine Revolution des Guten in Gang setzen können.

 

Der Auftrag für Christinnen und Christen

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Jesus hat, an seine Nachfolger gerichtet, gesagt: „So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ (Matthäusevangelium 5,16).

Wer die Bibel ernstnimmt, wird von ihr aufgerufen, das Beste für die Stadt zu suchen, in der er oder sie wohnt (Jeremia 29,7), für Politiker zu beten (1. Timotheusbrief 2,1f.) und ganz allgemein Gutes zu tun (1. Petrusbrief 2,11f und 3,8f).

Jesus hat es so gesagt: „Ihr seid das Salz der Erde.“ (Matthäusevangelium, Kapitel 5, 13-16)

Jesus erwartet also von seinen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, dass sie wie Salz wirken. Salz macht das Essen nicht nur interessanter, sondern macht Lebensmittel haltbar. Jesus erwartet, dass Christinnen und Christen ganz allgemein nicht nur die Gesellschaft interessanter und haltbarer machen, sondern auch noch sichtbar gut darauf einwirken.

Jesus selbst hat die Latte für seine Nachfolgerinnen und Nachfolger unglaublich hoch gelegt. Er sagte: „Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen, und betet für alle, die euch schlecht behandeln.“ (Lukasevangelium, Kapitel 6,27-28). Und: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt“ (Matthäusevangelium 7,12).

Wer heute Jesus nachfolgt, ist daher zum Handeln aufgerufen. Vieles an der Geschichte der christlichen Revolution zeigt uns, wie sehr Menschen, die Jesus von ganzem Herzen nachfolgen wollen, in den Denkmustern ihrer eigenen Kultur verhaftet sind. Das sollte jede Nachfolgerin und jeden Nachfolger von Jesus dazu bringen, ihre und seine eigenen Vorstellungen immer wieder in Frage zu stellen. Hier zwei Beispiele:

  • Ein junger Mediziner schreibt auch noch nachdem ihn ein Korrektor darauf hingewiesen hat in seiner Dissertation: „Patient 2 war weiblich.“ Aber Jesus ist anders, Jesus nimmt Frauen als Frauen wahr und ernst. (z.B „Auch sie ist eine Tochter Abrahams.“)
  • Ein bekannter Werbespruch behauptet „Geiz ist geil.“ Aber Jesus ist anders, wenn Jesus jemanden zum Essen einlädt, dann gibt es mehr als genug (Markusevangelium 6,42-43). Wenn Jesus Wein macht, dann richtig guten (Johannesevangelium 2,10). Jesus würde wohl keine Waren kaufen, die unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt wurden.

Wer heute Jesus nachfolgt, kann sich nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen. Christen haben Krankenhäuser erfunden und die Sklaverei abgeschafft. Christen sind zum positiven Einsatz für die Gesellschaft aufgerufen: Heute gibt es wieder Sklaven, mehr und billiger als jemals zuvor, auch in Europa. Armut und Einsamkeit nehmen zu. Christen haben viele Gelegenheiten, ihren Glauben zum Wohl aller auszuleben (und sie tun es oft): Billiges Essen, Kleidung, Begegnung, Rechtsberatung, Sprachkurse, Sozialarbeit unter denen, die ganz unten sind.

Wenn die Sache mit Jesus stimmt, dann belebt und beseelt er seine Nachfolgerinnen und Nachfolger. Gerade in den alltäglichen Dingen kann sich zeigen, wie gut Jesus für uns ist: Familien mit Harmonie, Vergebung. Ehen, in denen nie ein Ehepartner voller Hass oder Groll schlafen gehen muss.

Arbeitsplätze, Schulen, Parlamente, die von der Achtung jedes Menschen geprägt sind. Nachbarn, die fähig zu Versöhnung sind, Bürger, die Verantwortung für unsere Welt und die Menschen übernehmen.

Das wäre gut für uns.

 



Jesus hat seine Verteidigung im Lebenswandel seiner Jünger. Origenes, Cels. Praef. 2