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Welche Grenzen hat die Wissenschaft?

Die Grenzen der Wissenschaft

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Bereits vor Jahrtausenden war klar, dass es Bereiche jenseits der natürlichen Gesetzmäßigkeiten gibt.

Ethik und die Frage nach Gott gehören zu den wesentlichen Bereichen des menschlichen Lebens, in denen die Naturwissenschaft nicht mitredet. Aber auch die wissenschaftliche Methode selbst ist begrenzt, wichtige Fragen sind "unwissenschaftlich", wichtige Überzeugungen wissenschaftlich unbeweisbar.

Das zu sagen, ist keine Kritik an der wissenschaftlichen Methode und ihren Ergebnissen.

 

Grenzen der Wissenschaft - Ethik

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Wie alle Menschen wissen wir, dass es einen Unterschied zwischen gut und böse gibt. Es mag Streit darüber geben, was im Detail gut ist oder böse, aber der Unterschied ist uns bekannt.

Die Naturwissenschaft kennt diesen Unterschied nicht. Sie ist wertneutral. Sie kann uns überhaupt nichts über Werte sagen. Sie kann uns sagen, wie ein Atomkraftwerk funktioniert. Aber ob wir eines bauen sollen – dazu kann die Wissenschaft nichts sagen.

Aus der Beschreibung der Natur entstehen keine Ziele, keine Werte und keine Ethik. Albert Einstein sagte: „Jeder Versuch, Ethik auf wissenschaftliche Formeln zu reduzieren, muss scheitern.“ (zit. in Lennox 2011, 13)

 

Grenzen der Wissenschaft – „das Netz der Naturwissenschaft“

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„Der Physiker Hans Peter Dürr, Nachfolger Heisenbergs als Direktor des Münchner Max-Planck-Instituts und Gewinner des alternativen Nobelpreises, beantwortete die Frage „Was hat die Wissenschaft mit der Wirklichkeit zu tun?“ einmal mit einem Gleichnis:

Ein Mann sitzt am Ufer eines Flusses und fängt Fische. Ein Wanderer kommt vorbei und fragt ihn, “Was tust Du?”

“Ich fange Fische.”

“Was kannst Du über Fische aussagen?”

“Sie sind alle mindestens 5 cm lang.”

Der Wanderer lässt sich das Netz zeigen. Es hat Maschen mit einem Umfang von 5 cm. Daraufhin sagt er: “Wenn es kleinere Fische als 5 cm gäbe - und ich meine, solche gesehen zu haben -, so könntest du sie nicht fangen, sie würden durch dein Netz hindurch schlüpfen.”

Darauf der Fischfänger mit Selbstbewusstsein: ‚Was ich nicht fangen kann, ist kein Fisch.’“ (Jürgen Spieß, Sind Glauben und Wissenschaft Gegensätze?, http://www.christ-online.de)

Naturwissenschaftler arbeiten auch mit einem „Netz“. Einige Dinge werden sich aus prinzipiellen Gründen nicht in ihren Netzen finden. Bei einem Fischer sind das alle Fische, die kleiner als 5 cm sind. Es sind aber auch noch andere Dinge, wie zu große Fische, das Schiff oder das Meer.

 

Grenzen der Wissenschaft - „unwissenschaftliche“ Fragen

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Kann die Wissenschaft alles klären? Viele Fragen sind berechtigt und sinnvoll, aber für die Naturwissenschaft nicht zu beantworten:

  • Verfolgt die Natur eine Absicht?
  • Was ist das Wesen und der Sinn?
  • Was ist die Grundlage für die Verständlichkeit und Verstehbarkeit des Universums durch Menschen?
  • Warum sollen wir glauben, dass Menschen zu irgendeiner Wahrheit darüber gelangen, wie die Natur wirklich ist?
  • Wie entstand das Universum? Warum gibt es etwas und nicht vielmehr nichts?„Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, daß die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien.“ (Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus 6.371.)
  • Welchen Wert und welches Ziel hat unsere Wissenschaft?
  • Was ist Bedeutung, was ist Information? Die Chemisch-Physikalische Analyse eines beschriebenen Blattes Papier kann nicht die Bedeutung und Information des Textes erschließen. Diese Grenze resultiert aus der semantischen Leere der Naturwissenschaften.

Die Naturwissenschaft ist prinzipiell nicht genug für unser Menschenleben.

 

Grenzen der Wissenschaft - Beweisbarkeit

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Glauben wir nur, was wir wissenschaftlich beweisen können? Die einzige Wissenschaft, in der streng genommen etwas bewiesen werden kann, ist die Mathematik. Aber seit Gödel wissen wir, dass nicht einmal für die simpelste Zahlentheorie der Beweis der Konsistenz erbracht werden kann.

Zu allen Zeiten gab es Lücken und Krisen in der Naturwissenschaft, auch wenn manche Frage, die früher für unbeantwortbar gehalten wurde, heute gelöst ist. Ein aktuelles Beispiel ist die zunehmende Rätselhaftigkeit des Universums. Über 90% dessen, woraus das Universum besteht, sind unbekannt. Trotzdem ist das Universum auf phantastische und rätselhafte Art menschenfreundlich. Bis jetzt gibt es keine wissenschaftliche Erklärung dafür.

Wenn jemand darauf antwortet: „Ja, aber die Wissenschaft wird eine Erklärung finden!“, dann drückt das natürlich einen großen Glauben in die zukünftigen Erfolge der Wissenschaft aus. Wissenschaftlich beweisen können wir diese Aussage („Die Wissenschaft wird eine Erklärung finden.“) aber ebenfalls nicht.

Aussagen, die naturwissenschaftlich nicht bewiesen werden können:

  • „Die Wissenschaft wird ganz sicher eine Erklärung finden.“
  • „Nur was mit der wissenschaftlichen Methode bewiesen werden kann, können wir annehmen.“ (Welche Versuchsanordnung könnte diesen Satz naturwissenschaftlich beweisen?)
  • Es gibt auch keine naturwissenschaftliche Versuchsanordnung für die Untermauerung des folgenden Satzes: „Keine übernatürliche Ursache für ein natürliches Phänomen ist möglich.“
  • "1989 fiel der Eiserne Vorhang."
  • "Meine Frau liebt mich."
 


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Solch starke, augenscheinliche Belege nun also können bei vernünftiger Ueberlegung denen, die die Wahrheit hochhalten, nicht am Wahne hängen und sich nicht von Leidenschaften meistern lassen, Ueberzeugung und Glauben beibringen. Justin, Apologie I.53.12.