Begründet Glauben

Ein Netzwerk für Fragen und Antworten über den christlichen Glauben

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Start Passt Wissenschaft zu Jesus? Widerlegt Wissenschaft Glauben?
Widerlegt Wissenschaft Glauben?

Wissenschaftliche Indizien für die Existenz Gottes

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Als Indizien für die Existenz Gottes können zum Beispiel gelten:

Die Entstehung der Naturwissenschaft aus der christlichen Weltanschauung. Da diese Weltanschauung die Voraussetzungen liefert, empirisch undmehtodisch die Welt zu erforschen, liegt es nahe, diese Weltanschauung nicht von vorneherein abzulehnen.

Weshalb ist die Natur mathematische verstehbar? (Siehe dazu den berühmten Aufsatz von Eugene Wigner,  Nobelpreisträger für Physik: The unreasonable effectiveness of mathematics in the natural sciences.) Mathematik ist eine Erfindung der Menschen. Dass wir sie verwenden können, um physikalische Gesetze zu formulieren, nennt Wigner ein "miracle", ein "wundervolles Geschenk, das wir weder verstehen noch verdienen". Wenn aber hinter der menschlichen Erfindungsgabe und Rationalität und den natürlichen Ordnungen derselbe rationale Schöpfer steht, ist dieses Phänomen nicht mehr unverständlich.

Weshalb ist das Universum als Ganzes und unser Planet im Besonderen so menschenfreundlich? Die unwahrscheinliche Feinabstimmung hunderter Konstanten und Größenverhältnisse können entweder das Werk Gottes sein, oder wir leben in einem unbeweisbaren, unbewiesenen Ensemble von Universen.

Darüberhinaus gibt es noch zahlreiche historische und philosophische Argumente, die den Glauben an Jesus begründen können.

 

 

Zerstört Glaube Wissenschaft?

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Ist es wahr, dass religilöse Vorstellungen oder begründeter Glaube an Jesus die Wissenschaft zerstören, behindern oder beeinträchtigen?

Nicht im Fall von Charles Darwin:

„Es ist wahrlich etwas Erhabenes um die Auffassung, daß der Schöpfer den Keim alles Lebens, das uns umgibt, nur wenigen oder gar nur einer einzigen Form eingehaucht hat und daß, während sich unsere Erde nach den Gesetzen der Schwerkraft im Kreise bewegt, aus einem so schlichten Anfang eine unendliche Zahl der schönsten und wunderbarsten Formen entstand und noch weiter entsteht.“ (Charles Darwin, Entstehung der Arten, Schlussatz, zitiert nach der Übersetzung aus dem Jahr 1963 von Carl W. Neumann, Reclam, Stuttgart.)

Darwin war ein Gegner des Christentums (nicht aus naturwissenschaftlichen Gründen, sondern wegen persönlichen Leidenserfahrungen). Aber die Vorstellung von einem Gott hat er sein Leben lang nicht aufgegeben. Diese Vorstellung hat seine Wissenschaft nicht behindert oder zerstört.

 

Gläubige in der Naturwissenschaft

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Laut einer Umfrage aus dem Jahr 1996 beträgt der Anteil der NaturwissenschaftlerInnen in den USA, die an Gott glauben, insgesamt 39,6%.

Die Frage lautete konkret: „Glauben Sie an einen Gott, der Gebet erhört, und an ihre persönliche Unsterblichkeit?“ Nein-Stimmen können also nicht automatisch Atheisten zugerechnet werden.

Auch in der absoluten Weltspitze finden sich gläubige Christen, wie etwa den führenden Genetiker Francis Collins (15 Jahre lang Leiter des Human Genom Projekts, heute leitet er das National Institute of Health, USA), den Physiker William D. Phillips (Nobelpreis für Physik 1997), der in seiner kurzen Autobiographie für das Nobelpreiskomitee persönliche Einblicke in sein Glaubensleben gibt (William D. Phillips, http://nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1997/phillips-autobio.html) oder Sir John Houghton (Fellow of the Royal Society), der als Co-Vorsitzender des Weltklimarates (IPCC) den Friedensnobelpreis 2007 für den Weltklimarat entgegennahm.

Wissenschaft und Glaube liegen nicht im Krieg miteinander, wie wir an den gläubigen WissenschafterInnen sehen können. Ihr persönliches Vertrauen, ihr begründeter Glaube hat sie nicht daran gehindert, Spitzenwissenschaftler zu werden. Ihre Wissenschaft hat sie nicht daran gehindert, begründet an Jesus zu glauben.

Die Tatsache, dass es Gläubige in den Naturwissenschaften gibt, begründet nicht den Glauben an Jesus. Wir können daraus keine Aussagen über die Wahrheit des christlichen Glaubens ableiten. Aber wir können sehen, dass der christliche Glaube nicht irrational oder antiwissenschaftlich ist, und dass er die Wissenschaft nicht zerstört.

 

Zerstört Wissenschaft Glauben?

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Es gibt Gläubige, die vor manchen Wissenschaften Angst haben – doch diese Angst spricht Bände über ihren Glauben.

Es gibt auch verbreitete Ansichten, dass die Wissenschaft christliche Überzeugungen widerlegt hätten, dass sie damit den Glauben zerstört hätten. Diese Ansichten betreffen vor Allem die Bereiche

  • Wunder
  • Ursprünge
 

Sind Wunder wissenschaftlich unmöglich?

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Sind Wunder wissenschaftlich unmöglich? Natürlich sind Wunder zum Wundern. Aber weshalb sollten sie durch Naturgesetze unmöglich werden? Naturgesetze erklären weder die Ereignisse, noch schreiben sie sie vor. Sie sind bloß Verallgemeinerungen von häufigen Ursachen und deren häufig beobachteten Wirkungen.

„Der ganzen modernen Weltanschauung liegt die Täuschung zugrunde, daß die sogenannten Naturgesetze die Erklärungen der Naturerscheinungen seien.“ (Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus 6.371.)

Naturgesetze erklären die Abläufe nicht, sondern beschreiben, was normalerweise abläuft.

Die Frage ist daher nicht, ob Wunder möglich sind oder nicht, sondern ob es einen transzendenten Gott gibt, der in die Regelmäßigkeit der Natur eingreifen kann. Wenn es ihn gibt, hindert ihn nichts, von seiner üblichen Art, der Welt eine Ordnung zu geben, abzuweichen. Und die Naturwissenschaft würde nicht zusammenbrechen, wenn Gott an bestimmten Punkten eingreift.

Die Naturwissenschaft liefert keine Methode, um zu entscheiden, ob ein Wunder passiert ist oder nicht.

 


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So hört doch auf das, was nun friedlich darzulegen ist, und weicht darin nicht als einzige von der Gewohnheit sämtlicher Völker und Gesetze ab - ... besonders weil es euch ja freigestellt ist, wenn alle Argumente diskutiert und geltend gemacht worden sind, was immer gesagt wurde, zu billigen oder zu mißbilligen, anzunehmen oder ab-zulehnen. Petrus Venerabilis, cont. sect. 49.8-13