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Start Warum Jesus? Wer ist Jesus?
Wer ist Jesus?

Nazarener

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Für einen Menschen aus der Antike lässt sich die Geburt von Jesus sehr gut datieren. Dass er nicht im Jahr 0, sondern schon 7 Jahre früher geboren wurde, liegt an einem Rechenfehler bei der Entwicklung der neuen Zeitrechnung. (Sorry Dionysius Exiguus! - Der Mönch, der die neue Zeitrechnung im 6. Jahrhundert erfunden hat, hat sich leider verrechnet!)

Jesus wurde also im Jahr 7 vor Christus in Bethlehem geboren. Da seine Eltern eigentlich aus dem kleine „Kaff“ Nazareth in der nördlicheren Region Galiläa waren, wuchs Jesus dort auf. Aus diesem Grund heißt er manchmal auch „Jesus von Nazareth“ oder „Jesus von Galiläea“.

Jesus hatte also eine Kindheit und eine Familie – genau wie jeder Mensch. Aber er war etwas Besonderes.

 

Weiser

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Ungefähr 27 n.Chr. wird Jesus öffentlich aktiv. Er fängt an, mitreißende Reden zu halten, und wie andere Rabbis (Lehrer) dieser Zeit nimmt er Schüler an, die ihn auf seinen Wegen begleiten.

Wenn die Gelehrten seiner Zeit mit Jesus diskutierten, dann ließ er sie oft alt aussehen. Er verstand ihre Argumente besser als sie selbst und sie konnten ihn nie mit Fangfragen hineinlegen, obwohl sie es oft versuchten.

Wenn Ratsuchende sich an Jesus wandten, erlebten sie oft, dass er ihre eigentlichen Fragen erkannte und die Probleme, die sie betroffen machten, bis in die Tiefe durchblickte.

Von Jesus stammen die unter anderem die „Goldene Regel“ in einer neuen, äußerst herausfordernden Formulierung, das Gebot der Nächstenliebe und so unvergessliche Gleichnisse wie die Geschichte vom Verlorenen Sohn.

Seine Weisheit war lebensnah, praktisch und relevant, und zielte stets auf die größtmögliche zwischenmenschliche Harmonie. Jesus reiht sich also mühelos unter die größten Weisheitslehrer der Menschheitsgeschichte ein – aber er ist noch mehr.

 

Lehrer

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Was er sagte und wie er es sagte, waren für seine Zuhörer erstaunlich. So können wir zum Beispiel am Ende seiner „Bergpredigt“ lesen: „Als Jesus seine Rede beendet hatte, waren die Menschen überwältigt von seiner Lehre“ (Die Bibel, Matthäusevangelium, Kapitel 7,28).

Man sagt, dass wenn Cicero in Rom gesprochen hat, haben sich die Leute angeschaut und gesagt: Tolle Rede! Man sagt, wenn Demosthenes in Athen gesprochen hat, haben sie sich angeschaut und gesagt: Ja, wir tun es!

Wenn Jesus von Nazareth gesprochen hat, dann waren die Leute entsetzt! Sie waren außer sich vor Freude, verdattert über seine Weisheit, beschämt über ihren Egoismus und Heuchelei, getröstet in ihrer Ver-zweiflung, geheilt in ihren Verwundungen. Die Herzen sind ihm entweder zugeflogen, die Angst ist geschmolzen, alles Vortäuschen war zu Ende

Oder die Mordlust, die Gottesallergie der Menschen ist voll zum Vorschein gekommen, die Abscheu gegen das Leben und die Veränderung zum Guten, die Jesus angeboten hat, die tödliche Gefahr, die er für das Unrecht, Egoismus und Hass bedeutete.

Jesus ist die Axt für das gefrorene Meer in uns. Er ist auch die Sonne, die das Eis zum Schmelzen brin-gen kann. Aber er hat nie einen Menschen kalt gelassen.

 

Prophet

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Propheten sind von Gott inspirierte Männer und Frauen, die sich nicht scheuen, die unbequemsten Dinge zu sagen und ihre Finger auf die gesellschaftlichen Missstände ihrer Zeit zu legen.

Jesus hat genau das getan. Er hat religiöse Heuchelei öffentlich angeprangert. Er hat den hartherzigen und asozialen Umgang der Gesellschaft mit den Ausgestoßenen angegriffen. Er hat sich auf die Seite der Ausgegrenzten und Unberührbaren gestellt.

Für Moslems ist Jesus ein Prophet – und das stimmt! Aber er ist mehr als das. Propheten haben oft die Wendung „So spricht der Herr“ gebraucht, um Botschaften von Gott weiterzugeben. Jesus verwendet im Gegensatz dazu die Wendung: „Ich aber sage Euch!“ (z.B. in Matthäusevangelium, 5,22) Jesus nimmt damit eine unerhörte Autorität für sich in Anspruch!

 

Visionärer Leiter

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Von Jesus kann man nicht nur Weisheit lernen, das heißt, nicht nur lernen, wie man glücklich wird und wie ein Menschenleben gelingen kann. Heute lernen Manager von Jesus, was es heißt, ein visionärer Leiter zu sein.

Jesus hatte nur 12 Schüler, die er besonders ausbildete. Einer von ihnen liefert ihn später der Besatzungsmacht aus. Dennoch hat Jesus es geschafft, durch seine kleine Gruppe von Schülern die Welt zu verändern. Seinen Führungsstil nennt man heute „dienende Leiterschaft“.

 


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Es ist feste Überzeugung aller, die irgend des Vernunftgebrauchs fähig sind, daß alle Menschen glückselig sein wollen. Augustinus, Gottestaat, 503, X.1.